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Die Schöpfungsgeschichte

am Fr Nov 10, 2017 8:13 am
Die Schöpfungsgeschichte - Die Entstehung der Welt

Zu Anbeginn der Zeit, als das Universum noch leer stand und sich noch keiner Gedanken zu überteuerten Mietpreisen machen musste, da gebar das dunkle Nichts ein Licht. Und diesem Licht entschlüpfte ein riesiger Mann, mit der Statue eines starken Menschen. Sein weiß leuchtender Vollbart reichte von seinem Gesicht hinunter bis hin zu seinen Knöcheln. Er trug ein weißes, fein seidiges Gewand, dem später der Bademantel nachempfunden werden sollte. Und diese Kreatur vermochte es, eine Kugel aus Licht und Feuer zu formen. Man wird dieser Kugel später den Namen Sonne geben. Und seinem Schöpfer, den weißbärtigen Gott, gaben die Lebewesen später den Namen „Herr des Lichts“. Und der Herr des Lichts, der zwar mit unvorstellbaren Fertigkeiten ausgestattet war, langweilte sich bald aber, denn er hatte niemanden vor dem er hätte damit angeben können. So legte ihm das dunkle Nichts ein riesiges Ei zur Seite. Und diesem Ei entschlüpfte zur Freude des Lichtherrn schon bald eine bildhübsche Frau. Ihr Körper war makellos, und ihre Haut wirkte so unschuldig und hell (wenn auch hellgrün, aber man nimmt, was man kriegen kann). Da ist es kein Wunder, dass der Gott und seine neue Frau bereits nach kurzer Zeit einen gemeinsamen Sohn erwarteten. So bekam die schwangere Frau des Lichtherrn den Namen „Mutter“. Doch das Glück der beiden Verliebten sollte nicht von langer Dauer sein: Ihr erster Sohn kam zur Welt und glich zum Erschrecken der Eltern einem Monster. Seine Haut war rot, die Augen gelb und zwei große, widerwertige Hörner zierten seine runzelige Stirn. Um diesen Vorfall zu vergessen, ignorierten die Eltern ihr Erstgeborenes so gut, wie nur möglich und widmeten sich ganz der Zeugung eines neuen Nachkommen – Mit Erfolg. Bereits wenige Monate nach der Geburt ihres ersten Sohnes, den die beiden Götter „Lucious“ tauften, gebar die Mutter einen riesigen Erdball, der im Licht der Sonne glänzte und wunderschöne Vegetationen zum Hervorscheinen brachte. Damit war Lucious gänzlich abgeschrieben und das Glück seiner Eltern über seine neue Schwester erfüllte den ungeliebten Rotling mit ungeahnter Wut. Die Wut überwältigte Lucious und bewog ihn dazu, seiner Schwester ein tiefes Loch in den Rumpf zu stoßen, das er dann in die Flammen seiner Wut tauchte. Das flammende Innere des Erdballs erhielt damit den Namen „Unterwelt“. Voll Zorn über Lucious grausame Tat zerstritten sich die Mutter und der Lichtherr bei einem wilden Streit. Gegenseitige Vorwürfe sorgten für massive Auseinandersetzungen: Die Mutter war so sehr voll Zorn, dass sie beispielsweise eines Tages die gesamten Porzellanteller des gemeinsamen kosmischen Eigenheims völlig wild durch die Gegend schmiss, wodurch, so vermutet man zumindest in einigen Teilen der Welt, später am Himmel die Sterne entstanden. Eine Trennung der beiden Ur-Götter war die Folge. Die Mutter umsorgte ihre nun kranke Tochter – den Erdball mit den vielen grünen und bunten Pflanzen – und nannte sich schon bald „Mutter Natur“. Und ihre Tochter bekam den Namen Natur. Sie verwehrte ihrem Gatten das Sorgerecht. Der Lichtherr, der nun wieder allein war, sah sich in der Position, etwas zu unternehmen. Er konnte es nicht ertragen seine Frau mit seiner Tochter glücklich zu sehen, wohingegen er niemanden mehr hatte, nicht einmal seinen hässlichen Erstgeborenen und entschied sich dazu, die Tochter mit einer Krankheit zu belegen. Er schuf sich ein Heer von Gehilfen des Lichts, die er später Engel taufte. Und die Engel forschten lang an einem Virus, der es vermochte, einer Göttertochter, wie der Natur zu schaden. Die Forschung machte schon bald Fortschritte und es dauerte nicht lang, da schufen der Lichtherr und seine Engel den Menschen, der sich rasch auf der Oberfläche der Natur vermehrte und die schöne Vegetation der Mutter und Ex-Ehegattin des Urvaters damit vernichtete. Zu dessen Schutze wiederum erschuf die Mutter für ihre Wälder und Meere vielerlei Kreaturen, die sie später Tiere nannte. Doch, als wäre die Schöpfung ihres Ex-Gatten nicht schon Spott genug gewesen, verselbstständigte sich der Mensch und begann sich von den tierischen Naturwesen zu ernähren und daran zu wachsen. Etwas Neues musste zur Verteidigung der weiten Wälder her. Mutter Natur ließ den Blüten ihrer schönsten Pflanzen damit eine neue Spezies entspringen: Die Elfen. Sie sollten für den Schutz ihrer Schöpfung sorgen wo ihre edelsten Tierwesen versagten. Zudem schenkte sie ihnen den Baum Zentarius – Das Herz des Waldes und das Sprachrohr der Elfen zur Mutter Natur. Das brachte den Götterstreit zurück ins Gleichgewicht. Und viele Jahre bekriegten sich Elfen und Menschen, ohne, dass sich dadurch viel veränderte. Doch eines geriet in der Zeit in Vergessenheit, das lieber nicht hätte vergessen werden dürfen. Lucious schmiedete unbemerkt im Feuer seiner Wut, Abbilder seines eigenen Wesens. Die Dämonen waren geboren. Und über die Jahre hinweg, in denen sich seine Eltern stritten, erzeugte er mit seinen Gehilfen durch das Kreuzen der verfeindeten Elfen und Menschen die Spezies der Orks. Ork waren grün, braune, unzivilisierte Wesen, die schon bald ihren eigenen Teil des Erdballs für sich beanspruchten. Damit entfachte Lucious neue Kriege auf den Landen der Natur.
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